Werkstatt Ton
Keramische Grundlagen & Unterrichtsideen für TTG & BG



Ton ist ein vielseitiges Material und eröffnet im Unterricht zahlreiche gestalterische Möglichkeiten. Figuren, Gefässe, Schmuckstücke, Reliefs und freie Objekte lassen sich mit grundlegenden Aufbautechniken entwickeln und auf unterschiedliche Altersstufen abstimmen.
Im Kurs «Werkstatt Ton» lernen die Teilnehmenden zentrale Techniken des keramischen Handaufbaus und der Oberflächengestaltung kennen. Sie arbeiten praktisch an eigenen Werkstücken, vertiefen ihr Materialwissen und erhalten konkrete Anregungen für den Unterricht in TTG und BG.
Der Kurs eignet sich für Einsteiger*innen ebenso wie für Lehrpersonen, die bereits mit Ton gearbeitet haben und ihre Kenntnisse auffrischen oder erweitern möchten.
Kursdauer: insgesamt 6 Stunden
Kursort: KeramikWerk Winterthur
Zielgruppe: Lehrpersonen der Zyklen 1, 2 und 3
Gruppengrösse: maximal 8 Teilnehmende
Durchführung: ab 4 Anmeldungen
Im Kurspreis enthalten sind:
- sechs Stunden fachlich begleitete Kurszeit
- keramische Farben und Engoben
- Glasieren (transparent glanz) durch die Kursleitung
- Nutzung der Werkzeuge und Arbeitsplätze
- Kursunterlagen
- konkrete Anregungen und Projektideen für den Unterricht
Werkstatt Ton 1/2027
Keramische Grundlagen & Unterrichtsideen für TTG & BG
insgesamt 2x
am Donnerstag 11.2. & Freitag 12.2.2027
jeweils von 9:00 bis 12:00 h
Kosten: 290.- exkl. Material- und Brennkosten
Kursleitung Kristina Loncar (mehr Infos auch unter 079 789 38 33)
Anmeldung per Mail an: Fränzi Iff fraenzi(ät)keramikwerk.ch

Kursinhalt
Der Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit intensivem praktischem Arbeiten.
Grundlagen des Materials
Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in:
- Herkunft und Zusammensetzung von Ton
- unterschiedliche Tonarten und ihre Eigenschaften
- fachgerechte Lagerung und Verarbeitung
- geeignete Wand- und Materialstärken
- Trocknungsprozesse
- Vermeidung von Rissen, Verformungen und Brüchen
- Grundlagen keramischer Brennverfahren
Handaufbautechniken
Erprobt werden verschiedene Verfahren zur Herstellung von Figuren, Gefässen, Schmuckstücken und freien keramischen Objekten:
- Daumentechnik
- Wulsttechnik
- Plattentechnik
- freies Modellieren
- Aushöhlen und Zusammensetzen
- fachgerechtes Verbinden von Tonteilen
- Garnieren von Elementen
- stabile Konstruktion keramischer Formen
Oberflächengestaltung
Die Teilnehmenden lernen verschiedene Möglichkeiten der Oberflächengestaltung kennen:
- Eindrücken und Strukturieren
- Ritzen und Zeichnen in Ton
- Arbeiten mit Stempeln und Werkzeugen
- Auftragen von Engoben
- Bemalen und Akzentuieren
- Zusammenspiel von Form, Struktur und Farbe
Eigene Werkstücke
Während des Kurses entstehen mehrere eigene Arbeiten. Je nach Interesse können beispielsweise folgende Werkstücke entwickelt werden:
- Gefässe und Schalen
- Figuren und Tierformen
- Schmuckstücke und Anhänger
- Reliefs
- kleine plastische Objekte
- funktionale oder freie keramische Arbeiten
Die Werkstücke werden nach dem Kurs fachgerecht getrocknet und gebrannt. Die Objekte werden auf Wunsch durch die Kursleitung auf Wunsch transparent glänzend glasiert.
Bezug zum Unterricht
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Übertragung der Techniken in den Schulalltag.
Besprochen werden:
- geeignete Projekte für die Zyklen 1, 2 und 3
- altersgerechte Aufgabenstellungen
- Organisation keramischer Arbeiten im Unterricht
- Materialvorbereitung
- Zeitplanung
- Aufbewahrung und Trocknung
- Umgang mit unterschiedlichen Arbeitstempi
- Differenzierungsmöglichkeiten
- Begleitung individueller Gestaltungsprozesse
- sinnvolle Beurteilungskriterien
- typische Fehlerquellen und deren Vermeidung
Die Teilnehmenden erhalten konkrete Anregungen, die an unterschiedliche Klassen, Zeitgefässe und Kompetenzniveaus angepasst werden können.
Kursziele
Nach dem Kurs können die Teilnehmenden:
- grundlegende keramische Verfahren fachgerecht anwenden
- verschiedene Handaufbautechniken unterscheiden und vermitteln
- geeignete Techniken für unterschiedliche Altersgruppen auswählen
- keramische Werkstücke stabil konstruieren
- Tonteile korrekt miteinander verbinden
- Oberflächen mit Strukturen, Engoben und keramischen Farben gestalten
- Trocknungs- und Brennprozesse fachlich begleiten
- typische Fehler erkennen und vermeiden
- keramische Unterrichtsvorhaben planen und durchführen
- Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung eigener Produktideen unterstützen
Lehrplanbezug
Der Kurs orientiert sich an zentralen Kompetenzen des Lehrplans 21.
Im Mittelpunkt stehen:
- das Erkunden und Anwenden gestalterischer Verfahren
- das zunehmend selbstständige und genaue Ausführen handwerklicher Techniken
- das experimentelle Entwickeln eigener Produktideen
- das Zusammenspiel von Funktion, Konstruktion, Material und Gestaltung
- das Reflektieren von Arbeitsprozessen und Ergebnissen
Kursleitung
Der Kurs wird von einer erfahrenen Lehrperson für Textiles und Technisches Gestalten sowie Bildnerisches Gestalten geleitet.
Die Kursleiterin verfügt über einen Bachelor in Art Education der Zürcher Hochschule der Künste sowie einen Master in Secondary Education der Pädagogischen Hochschule Zürich.
Sie unterrichtet TTG und BG auf der Sekundarstufe und verbindet fundiertes gestalterisches Fachwissen mit langjähriger Unterrichtserfahrung. Zusätzlich ist sie im Keramikwerk als Werkstattleitung des offenen Ateliers tätig, entwickelt und produziert als Gestalterin Keramik in Kleinserien und gestaltet Schaufenster für eine Apotheke in Zürich.
Anmeldung
Die Gruppengrösse ist auf acht Personen beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Für die Anmeldung werden folgende Angaben benötigt:
– besondere Anliegen oder Vorkenntnisse
– Vorname und Name
– Adresse
– E-Mail-Adresse
– Handynummer
– Schule und unterrichtete Stufe
Zahlungsbedingungen
Das Kursgeld ist nach Erhalt der Anmeldebestätigung innerhalb von zehn Tagen zu bezahlen.
Der Kursplatz gilt nach Zahlungseingang als definitiv reserviert.
Abmeldung
Siehe AGB’s des Verein KeramikWerks.
Eine Ersatzperson kann jederzeit gemeldet werden.
Bei Nichterscheinen oder einem vorzeitigen Abbruch des Kurses besteht kein Anspruch auf Rückerstattung.
Abholung der Werkstücke
Die Objekte werden gebrannt und auf Wunsch durch die Kursleitung transparent glasiert. Sobald die Arbeiten abholbereit sind, werden die Teilnehmenden informiert.
Die Abholung findet zu einem später bekannt gegebenen Termin im KeramikWerk Winterthur statt. Vor Ort werden die gebrannten Objekte gewogen und nach Gewicht abgerechnet. Die Kosten betragen CHF 30.– pro Kilogramm.



